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Transparenz

Handyortung ohne Registrierung: was wirklich funktioniert

Ohne neue Registrierung
Ja. Für Ihr eigenes Handy reichen Apple „Wo ist?" oder Google „Mein Gerät finden" — wenn das bestehende Konto vor dem Verlust eingerichtet war.
Ohne irgendein Konto oder Vorbereitung
Normalerweise nein. Sonderfall Notruf: AML überträgt beim 112-Anruf automatisch den Standort an die Leitstelle — vollständig ohne Konto. Aber nur bei einem echten Notruf, nicht als Alltags-Ortung.
Nur Telefonnummer eingeben und Standort erhalten
Kein seriöser privater Weg. Alle Angebote, die das versprechen, endeten in unserem Test 2026 in einer Zahlungspflicht oder lieferten nur eine grobe Bundesland-Anzeige.

Der Unterschied „ohne neue Registrierung" vs. „ohne jede Anmeldung" entscheidet über den richtigen Weg. Dieser Ratgeber trennt beide Fälle, zeigt was Netzbetreiber, Bordmittel und Notruf-Ortung mit AML wirklich leisten — und warum „Nummer-eingeben-Standort-erhalten"-Websites im Test nichts halten.

In 30 Sekunden

Was wirklich ohne zusätzliche Registrierung geht — und was nicht. Die drei Wege in absteigender Praxistauglichkeit:

  • Eigenes Handy orten? „Wo ist?" (iPhone), „Mein Gerät finden" (Android) oder „Find My Mobile" (Samsung) — kein neuer Account nötig. Ihre bestehende Apple-ID / Google- / Samsung-ID reicht.
  • Handy verloren, Provider-Weg? Alle DACH-Provider bieten SIM-Sperre, Ersatz-SIM und Diebstahl-Support — aber keine Live-Standort-Karte im Kundencenter. Für Ortung verweisen sie selbst auf die Bordmittel.
  • Sonderfall Notruf: beim 112-Anruf löst AML automatisch die Standortübermittlung an die Leitstelle aus — deutlich präziser als reine Funkzellenortung, aber Genauigkeit und Verfügbarkeit hängen von Gerät, Empfang und Leitstelle ab. Kein Konto, keine Vorbereitung nötig — aber ausdrücklich kein Alltags-Ortungsdienst, sondern nur bei echter Gefahrenlage.
  • Fremde Nummer per Website orten, komplett anonym? Existiert nicht seriös. Alle Anbieter im Test 2026 endeten in einer Zahlungspflicht oder lieferten nur eine grobe Bundesland-Anzeige.

„Ohne Registrierung" — was ist damit gemeint?

Der Begriff wird in der Praxis für vier verschiedene Dinge benutzt. Je nachdem, was Sie meinen, ändert sich, welcher Weg für Sie sinnvoll ist:

Ohne neue Registrierung bei einem Drittanbieter

ja, mit Bordmitteln

Ihr Apple- oder Google-Konto ist bereits auf dem Handy eingerichtet — für „Wo ist?" und „Mein Gerät finden" brauchen Sie keine zusätzliche App und keinen zweiten Login. Streng genommen ist das schon eine Registrierung, aber nicht eigens fürs Orten.

Ohne Zusatz-App, dafür Provider-Support nutzen

ja, für Sperren und Ersatz

Alle DACH-Provider (Telekom, Vodafone, O2, Swisscom, Sunrise, A1) bieten SIM-Sperre, Ersatz-SIM und Diebstahlprozess-Support — ohne dass Sie irgendwo neu registrieren müssen. Eine Live-Standort-Karte im Kundencenter gibt es aktuell aber nirgends dokumentiert; die Provider verweisen dafür auf Apple „Wo ist?" bzw. Google „Mein Gerät finden".

Wirklich ohne jede Registrierung, auch nicht beim Provider

nur bei Notrufen

Sonderfall Notruf: der 112-Anruf löst über Advanced Mobile Location (AML) eine automatische Standortübermittlung an die Leitstelle aus, ohne dass Sie zuvor irgendwo angemeldet sein müssen. AML ist deutlich präziser als reine Funkzellenortung; die tatsächliche Genauigkeit hängt von Gerät, Empfang und Leitstellen-Infrastruktur ab. Kein Ortungsdienst für den Alltag, sondern ein Notfall-Mechanismus.

Fremdes Handy per Nummer, ohne Anmeldung

kein seriöser Weg

Jede Website, die verspricht „Nummer eingeben, Standort erhalten — ohne Anmeldung", ist in unserem Test 2026 entweder eine Kostenfalle oder liefert keine echten Daten. Seriöse Nummer-Ortungsdienste verlangen mindestens eine E-Mail und Zahlungsangaben.

Voraussetzungen je nach Methode

Jeder der oben genannten Wege hat andere Bedingungen. Was Sie mitbringen müssen, bevor Sie loslegen:

  • Bordmittel: Konto und Ortungsdienst vor dem Verlust aktiv

    Apple-ID + „Wo ist?" auf dem iPhone eingeschaltet, oder Google-Konto + „Mein Gerät finden" auf dem Android-Handy. Standortdienste an. Nachträglich lässt sich nichts einrichten, wenn das Gerät bereits weg ist.

  • Netzbetreiber-Sperr-Services: Legitimation am Telefon

    Für die Sperr-Hotline reicht die telefonische Legitimation über Kundendaten (Name, Kundennummer, Rechnungsadresse oder SIM-PUK). Kein Online-Konto nötig. Für eine Standort-Anzeige durch den Provider ist der Weg für Privatkunden aktuell nicht offen — dafür Bordmittel nutzen.

  • Notruf 112 mit AML: nichts

    Kein Konto, keine App, keine Vorbereitung. AML ist auf aktuellen iPhones (ab iOS 11.3) und aktuellen Android-Geräten systemweit vorgesehen und wird automatisch beim Notruf ausgelöst — vorausgesetzt, Sie haben Mobilfunk oder WLAN-Calling und die zuständige Leitstelle unterstützt AML.

  • Freemium-Dienste: E-Mail und Zahlungsangaben

    Auch Anbieter, die mit „ohne Anmeldung" werben, verlangen im Kauf­prozess mindestens eine E-Mail für die Zugangsdaten und eine Zahlungs­methode. Eine „Ortung mit einem Klick, ohne alles" gibt es nicht in seriös.

Bordmittel: eigenes Handy orten ohne neue Registrierung

Apple, Google und Samsung haben Ortungsdienste ab Werk eingebaut. Für alle drei brauchen Sie nur das Konto, das ohnehin schon auf dem Handy eingerichtet ist — keine Extra-App, keine Zusatz-Anmeldung, keine Datenweitergabe an Dritte.

Methoden-Matrix auf einen Blick

Methode Vorher eingerichtet? Login nötig? Neue Registrierung?
Apple „Wo ist?" ja Apple-ID nein
Google „Mein Gerät finden" ja Google-Konto nein
Samsung Find My Mobile ja Samsung-Konto nein
Xiaomi / Huawei Cloud Find ja Hersteller-Cloud nein
Drittanbieter-App (z. B. GEOfinder, uMobix, Life360) ja ja ja
AML-Notruf (112) nein nein nein

Lesehinweis: nein in der Spalte „Neue Registrierung" ist der Optimalfall — Sie brauchen keinen zusätzlichen Account. ja in „Vorher eingerichtet" bedeutet: ohne rechtzeitige Aktivierung vor dem Verlust bleibt der Weg blockiert. Details zu jeder Methode in den Karten darunter.

iPhone: „Wo ist?" per iCloud — ohne neue Registrierung

Voraussetzung Apple-ID auf dem iPhone eingerichtet · „Wo ist?" aktiviert · keine weitere Anmeldung nötig · zusätzlich das „Wo ist?"-Netzwerk aktivieren — damit das Gerät auch ohne eigene Internetverbindung über andere Apple-Geräte in der Nähe gefunden werden kann

  1. 01icloud.com/find im Browser öffnen — funktioniert auf jedem Rechner oder Zweitgerät.
  2. 02Mit der Apple-ID anmelden, die auf dem gesuchten iPhone hinterlegt ist. Nur diese, keine zusätzliche.
  3. 03Gerät in der Liste wählen — die Karte zeigt den letzten oder aktuellen Standort mit Zeitstempel.
  4. 04Aktionen ohne Registrierung nutzbar: Ton abspielen, Verlorenmodus, Löschen. Alles über die bestehende Apple-ID.

Android: „Mein Gerät finden" per Google-Konto — ohne neue Registrierung

Voraussetzung Google-Konto auf dem Handy · Standortdienste an · keine Zusatz-App und keine weitere Anmeldung · zusätzlich das Google-Gerätenetzwerk aktivieren (sofern vom Gerät unterstützt) — damit das Handy auch offline über andere Android-Geräte in der Nähe gefunden werden kann

  1. 01android.com/find aufrufen oder die App „Mein Gerät finden" auf einem Zweit-Android-Gerät nutzen.
  2. 02Mit dem Google-Konto anmelden, das auf dem gesuchten Handy eingerichtet ist.
  3. 03Position auf der Karte ablesen — inklusive Akkustand und verbundenem Netz.
  4. 04Klingeln, sperren oder — nur wenn Sie das Gerät aufgegeben haben — löschen.

Samsung: „Find My Mobile" per Samsung-Konto

Voraussetzung Samsung-Konto auf dem Gerät · Find My Mobile in den Einstellungen aktiviert (Werksstandard bei den meisten Galaxy-Modellen) · Offline-Netzwerk („Galaxy Find") in Find My Mobile aktivieren, damit das Gerät auch ohne eigene Internetverbindung über andere Galaxy-Smartphones gefunden werden kann

  1. 01findmymobile.samsung.com aufrufen und mit dem Samsung-Konto anmelden.
  2. 02Gerät auf der Karte lokalisieren — inklusive Offline-Netzwerk anderer Galaxy-Smartphones.
  3. 03Zusatzaktionen wählen: Klingeln, Sperren, Emergency Message, Batteriemodus oder Löschen.

Xiaomi und Huawei bieten eigene Ortungsdienste über Xiaomi Cloud und Huawei Cloud. Ablauf und Voraussetzungen sind analog zu Google. Beide funktionieren nur mit dem jeweiligen Herstellerkonto, das vor dem Verlust auf dem Gerät eingerichtet sein musste.

Sonderfall Notruf: 112 mit AML

AML ist kein Ortungsdienst. Advanced Mobile Location ist ein europaweit standardisierter Mechanismus, der ausschliesslich bei einem echten Notruf den Standort des Anrufers an die zuständige Leitstelle übermittelt — vollständig ohne Nutzerkonto, App oder Vorbereitung. Es ist der einzige registrierungsfreie Weg, auf dem eine Position automatisch entsteht — aber nur im Notfall. Kein Alltags-Werkzeug, keine Familien-Ortung, kein „mal eben nachsehen".

Genauigkeit

In der Regel deutlich präziser als reine Funkzellenortung. Die tatsächliche Positionsschärfe hängt von GNSS-Empfang, WLAN-Umgebung und Netzsituation ab.

Verfügbarkeit

iPhone ab iOS 11.3, aktuelle Android-Geräte — systemweit vorgesehen, keine Einstellung durch den Nutzer nötig. Voraussetzung ist, dass auch die zuständige Leitstelle AML unterstützt.

Rechtsgrundlage

EU-Notruf-Rahmen (Delegierte Verordnung 2019/320 und Richtlinie 2018/1972). In DACH landesspezifisch umgesetzt beim jeweiligen Notruf.

Missbrauchs-Schutz

Wird ausschliesslich bei einem echten Notruf ausgelöst. Kein Werkzeug für alltägliche Ortungen — Missbrauch (falsche Notrufe) ist strafbar.

Wichtig zu wissen: AML löst nur bei einem ausgehenden Notruf aus. Sie können damit nicht das Handy eines anderen orten lassen — auch nicht das Ihres Kindes. Der Weg funktioniert nur, wenn die betroffene Person selbst 112 wählen kann.

Was kann der Mobilfunkanbieter bei Verlust tun?

Ein weit verbreiteter Irrtum: der eigene Provider zeige das Handy im Kundenkonto auf einer Karte. Aktuell dokumentiert kein deutscher, österreichischer oder schweizerischer Provider einen solchen Self-Service-Ortungsdienst für Privatkunden — Vodafone verweist bei Verlust ausdrücklich auf Apple „Wo ist?" bzw. Google „Mein Gerät finden". Was die Provider stattdessen tun, ist wertvoll, aber etwas anderes:

Provider kann typischerweise
  • SIM sperren — verhindert Kosten durch Anrufe und Daten, sobald das Gerät jemand anders benutzt
  • Ersatz-SIM ausstellen — Sie bekommen dieselbe Nummer weiter, auch wenn das Gerät weg bleibt
  • Vertrag sichern — Missbrauchsschutz, Rufumleitung, Fraud-Prüfung nach dem Verlust
  • Diebstahl-/Verlustprozess begleiten — Aktenzeichen, Nachweis für die Versicherung, IMEI-Netzsperre
Provider stellt normalerweise nicht bereit
  • Live-Karte des Handys im Kundenkonto — kein DACH-Provider bietet das für Privatkunden dokumentiert an
  • Private Funkzellenortung auf Anfrage — nicht Teil des Kundendienstes; erfolgt ausschliesslich unter gesetzlichen Voraussetzungen für Behörden
  • Standortauskunft zu fremden Anschlüssen — auch bei familiärer Bindung wird der Weg für Privatkunden nicht geöffnet

Sperr-Hotlines DACH — funktioniert ohne Kundenkonto-Login

ProviderSperr-HotlineWas Sie tatsächlich bekommen
Telekom (DE)+49 800 33 01000SIM-Sperre · Ersatz-SIM · Diebstahl-Meldung · Vertragsschutz
Vodafone (DE)+49 800 172 1212SIM-Sperre · Ersatz-SIM · verweist bei Ortung auf Apple/Google-Bordmittel
O2 (DE)+49 89 787 979 400SIM-Sperre · Diebstahl-Meldung · Vertragssicherung
Swisscom (CH)+41 800 800 550SIM-Sperre · Diebstahl-Meldung über Kundencenter oder Hotline
Sunrise (CH)+41 800 707 707SIM- und Kontosperre über Hotline
A1 (AT)+43 800 664 100SIM-Sperre · Diebstahl-Meldung · Ersatz-SIM

Funkzellendaten — die technischen Positionsinformationen, die der Betreiber automatisch für den Netzbetrieb speichert — werden ausschliesslich auf Anordnung (Polizei, Staatsanwaltschaft, Gericht) und im Rahmen der jeweiligen Gesetze (TKG in DE, FMG in CH, TKG in AT) herausgegeben. Kein Weg für Privatkunden. Für den kombinierten Ablauf SIM sperren + Anzeige mit IMEI: Ratgeber Handy orten, Abschnitt „Wenn das Handy gestohlen ist".

Was tun, wenn die Ortung ohne Erfolg bleibt?

Wenn Bordmittel und Provider-Ortung nichts anzeigen — grauer Punkt, „zuletzt gesehen vor Stunden" oder gar keine Position —, hilft nur eine strukturierte Reihenfolge weiter.

Handy schon verloren und vorher nichts eingerichtet?

Eine Drittanbieter-Ortungs-App lässt sich nicht nachträglich auf ein verschwundenes Gerät installieren — dafür bräuchte sie physischen Zugriff, ein aktives Konto und eine Internet-Verbindung des Zielgeräts. Auch Anbieter wie Prey oder GPS-Tracker-Dienste dokumentieren das ausdrücklich: ohne vorherige Installation und Konfiguration keine Ortung nach dem Verlust. Wenn Apple „Wo ist?", Google „Mein Gerät finden" oder das Samsung-Pendant nicht schon vor dem Verlust aktiviert waren, bleiben nur die Verlustmassnahmen — SIM-Sperre beim Provider, Passwort-Wechsel der wichtigen Konten und bei Diebstahlverdacht Anzeige mit IMEI.

  1. 01

    Letzten bekannten Standort als Screenshot sichern

    Bevor sich die Anzeige ändert. Der Screenshot bleibt Beweismittel für eine spätere Anzeige.

  2. 02

    Verlorenmodus / Sperren aktivieren

    Über „Wo ist?" oder „Mein Gerät finden". Sperrt das Gerät bildschirmweit, deaktiviert Apple Pay / Google Pay.

  3. 03

    Nachricht mit Rückrufnummer auf Sperrbildschirm

    Für ehrliche Finder oft der schnellste Rückgabeweg — keine Registrierung, keine App.

  4. 04

    SIM sperren lassen — Provider-Sperr-Hotline

    Nummer aus der Tabelle oben. Kein Kundenkonto-Login nötig, wenn Sie sich am Telefon legitimieren können.

  5. 05

    Bei Diebstahl: Anzeige erstatten mit IMEI

    IMEI ist 15-stellig und steht auf Verpackung, Rechnung oder im Apple/Google-Konto unter den Geräteinformationen. Fahren Sie nicht selbst zur letzten bekannten Adresse.

  6. 06

    Passwörter der wichtigsten Konten ändern

    E-Mail, Cloud-Speicher, Online-Banking. Danach alle fremden Sitzungen in den Kontoeinstellungen abmelden.

Was Web-Dienste behaupten — und was davon nicht stimmt

Rund um „Handyortung ohne Registrierung" tummeln sich Angebote, die viel versprechen und wenig halten. Vier verbreitete Behauptungen im Faktencheck aus unserem 14-App-Test 2026.

„Nummer eingeben, Standort erhalten — komplett anonym"

In unserem 14-App-Testfeld 2026 hielt keiner der so beworbenen Dienste sein Versprechen. Zwei Anbieter zeigten nach Nummer-Eingabe direkt eine Zahlungsseite ohne Standort; die restlichen lieferten nur eine grobe Bundesland-Anzeige aus öffentlichen Nummern-Datenbanken — deutlich weniger, als ein einfacher Ping bei WhatsApp verrät.

„Kostenlose Handy-Ortung fremder Nummern"

Rechtlich in CH, DE und AT strafbar, wenn ohne Zustimmung. Und technisch: alle Angebote, die das kostenlos versprechen, verlangten im Test entweder Vorkasse oder installierten Werbe-Tracker im Browser.

„Ortung ohne SIM-Karte"

Ohne aktive SIM funktioniert die Handynummer nicht mehr als Adressat. Übrig bleibt die Ortung über WLAN-Verbindung oder das Offline-Bluetooth-Netzwerk — beides braucht wieder das Apple- bzw. Google-Konto und ist damit keine „registrierungsfreie" Alternative.

„Ortung ohne Internetverbindung"

Für die Fern-Ortung braucht das Gerät einen Rückkanal (Mobilfunk, WLAN oder Bluetooth). Ohne alle drei bleibt nur der letzte bekannte Standort, den Bordmittel für das eigene Konto anzeigen. Kein Anbieter der Welt umgeht das.

Wenn Sie sich mit minimaler Anmeldung anfreunden können

Alle seriösen Nummer-Ortungsdienste verlangen mindestens eine E-Mail und eine Zahlungsmethode. Der Registrierungs­prozess ist kurz (unter zwei Minuten), und es gibt in aller Regel einen Testtag ab 1 € oder eine 14-tägige Geld-zurück-Garantie.

In unserem Testfeld 2026 hat GEOfinder.mobi hier die höchste Trefferquote geliefert (91 Prozent erfolgreiche Ortungen, 18 Meter Genauigkeit im Stadtgebiet). Die Ortung läuft über einen SMS-Link, den die Zielperson bekommt und klickt — kein App-Install, aber ausdrückliche Zustimmung nötig. Details und Testablauf im GEOfinder-Testbericht oder in unserem Ratgeber Handy über die Nummer kostenlos orten.

Ortungs-Wege im direkten Vergleich

Vier Wege, die tatsächlich einen Standort liefern — Kosten, Genauigkeit, Voraussetzung und Anwendungsfall im Überblick. Provider-Sperr-Services stehen bewusst nicht in dieser Tabelle, weil sie keine Ortung sind — die passenden Leistungen dazu siehe Was kann der Mobilfunkanbieter bei Verlust tun?

WegKostenGenauigkeitVoraussetzungGeeignet für
Bordmittel eigenes Handygratisexakt (5–20 m)bestehendes Apple/Google/Samsung-Kontoeigenes Gerät — sofort einsatzbereit
Sonderfall AML (Notruf 112)gratispräziser als Funkzelle · Umgebung entscheidetkeine — nur bei echtem Notruf aktivausschliesslich echte Gefahrenlage — kein Alltags-Werkzeug
Web-Rufnummer-Lookupoft gratisBundesland-EbeneNummer eingebenkeine ernsthafte Anwendung — meist Marketing
Freemium-App wie GEOfinderab 1 €gut (18 m Stadt)E-Mail + Zahlungeinvernehmliche Nummern-Ortung mit Zustimmung

Rechtslage in der Schweiz, Deutschland und Österreich

Die Frage „darf ich orten?" ist unabhängig von der Frage „muss ich mich registrieren?". Ein Dienst ohne Anmeldung macht eine unzulässige Ortung nicht legal.

SituationErlaubt?Zu beachten
Eigenes HandyjaKein Registrierungs­dienst zusätzlich nötig — Bordmittel oder Provider-Konto reichen.
Minderjähriges KindbedingtAbhängig von Alter, Reifegrad, Verhältnismässigkeit und nationalem Recht. Transparente Familien­freigabe ist der vorzuziehende Weg.
Partner oder Ex-PartnerneinHeimliche Ortung ist strafbar (Art. 179quater StGB CH · § 201a, § 238 StGB DE · § 120a StGB AT), auch wenn ein „ohne Registrierung"-Dienst technisch etwas verspricht.
Fremde PersonneinKein legaler Weg — auch nicht per anonymem Web-Lookup. Der Straftatbestand ist identisch.
Gestohlenes HandybedingtBordmittel + Verlorenmodus über eigenes Konto sind erlaubt. Funkzellen-Ortung ist Sache der Polizei nach Anzeige mit IMEI.
Diensthandy MitarbeitenderbedingtNur mit schriftlicher Vereinbarung, Kenntnis der Beschäftigten und in DE Beteiligung des Betriebsrats.
Symbolbild: Anonyme Person mit Handy — Ortung ohne Anmeldung
Kein technischer Weg macht eine heimliche Ortung legal — auch nicht ein „ohne Registrierung"-Angebot, das keine Datenspuren hinterlässt.

Häufige Fragen zur Handyortung ohne Registrierung

Gibt es wirklich eine Handyortung ohne jede Registrierung?

Für den Alltag: nein. Ausnahme ist der Notruf-Mechanismus AML — beim Anruf auf 110, 112 oder 117 in DACH übermittelt das Handy die eigene Position automatisch an die Leitstelle, ohne Nutzerkonto. AML ist aber ausdrücklich kein Ortungsdienst und funktioniert nur bei einem echten Notruf; für Bordmittel, Netzbetreiber-Sperr-Services und Freemium-Apps ist irgendeine Form von Konto- oder Zugangsdaten-Legitimation erforderlich.

Kann ich eine fremde Handynummer kostenlos und ohne Anmeldung orten?

Nein. Alle Angebote, die das versprechen, endeten in unserem 14-App-Test 2026 entweder in einer Zahlungsaufforderung oder in einer groben Bundesland-Anzeige aus öffentlichen Datenbanken. Rechtlich ist die heimliche Ortung einer fremden Person in CH, DE und AT ohnehin strafbar.

Bieten Telekom, Vodafone oder O2 eine Handy-Ortung im Kundenkonto an?

Aktuell dokumentiert kein deutscher, österreichischer oder schweizerischer Provider einen solchen Self-Service-Ortungsdienst für Privatkunden. Vodafone verweist im Verlustfall ausdrücklich auf Apple „Wo ist?" bzw. Google „Mein Gerät finden"; Telekom-, O2-, Swisscom-, Sunrise- und A1-Kundencenter bieten Vertragsverwaltung und SIM-Sperre, aber keine Live-Karte des Handys. Funkzellendaten geben die Provider nur unter gesetzlichen Voraussetzungen an Behörden heraus — nicht an ihre Kunden.

Ist die „Wo ist?"-Ortung von Apple auch ohne Registrierung nutzbar?

Sie brauchen keine zusätzliche Registrierung — Ihre Apple-ID reicht, die ohnehin auf dem iPhone eingerichtet ist. Auf einem Zweitgerät müssen Sie sich einmal mit derselben ID anmelden; dann sehen Sie den Standort im Browser oder in der App „Wo ist?".

Wie funktioniert die AML-Notruf-Ortung genau?

Sobald Sie in DE, AT oder CH eine Notrufnummer wählen, sendet das Handy automatisch aus GNSS, WLAN und Cell-ID kombinierte Standortdaten an die zuständige Leitstelle. Die Position ist in der Regel deutlich präziser als reine Funkzellenortung; die tatsächliche Genauigkeit hängt von Empfang und Umgebung ab. AML ist auf aktuellen iPhones (ab iOS 11.3) und aktuellen Android-Geräten systemweit vorgesehen — es muss aber auch die zuständige Leitstelle AML unterstützen, damit die Daten dort ankommen.

Was ist mit „Freemium"-Apps wie GEOfinder — brauchen die eine Registrierung?

Ja — jeder seriöse Anbieter verlangt mindestens eine E-Mail-Adresse und eine Zahlungsmethode. Der Registrierungs­prozess ist meist in unter zwei Minuten erledigt. „Freemium" heisst in dieser Branche in der Regel: kurzer Testtag ab 1 €, danach kostenpflichtiges Abo. Wirklich ohne jede Anmeldung gibt es keine seriöse Nummer-Ortung.

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